Der Sackschdoah

Ich beginne einfach mal mit der Beschreibung vom Bürstädter Sackschdoah.

Für diejenigen die der Hochbürstädter Sprache nicht mächtig sind übersetze ich es mal in das Hochdeutsche.

Sackschdoah = Sackstein.

Es geht also um einen Stein der aussieht wie ein Sack. Noch genauer „wie ein Sack voll mit Kartoffel“.

so sieht der Sackschdoah gemalt aus.

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so fotografiert

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und so sieht es aus wenn sich eine Pfälzer „Sackschdoahoggerin“ auf den Sack hoggen (setzen) will!

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Ein Gedicht zum Sackschdoah gibt es auch.

Die Legende vom Sackstein

Heimatdichter Gundolf Karg

 

Die Glocken rufen zum Gebet
in mächtig schallenden Arkaden,
das Feld im Sonntagsfrieden steht
das Tagwerk ruhet allerorten.

Da schleicht sich aus dem Grenzgebüsch
ein Felddieb aufs Kartoffelstück,
hält lauschend an,
versichert sich mit flackerndem Ganovenblick.
Zieht hastig aus dem Mantelfrack
den hierzu kleinen Karst heraus,
dazu noch einen Maltersack,
duckt sich und hackt Kartoffeln aus.
Bald ist die Diebesgier gestillt
der Sack ist bis obenhin gefüllt,
er bind ihn zu mit Kabelschnur,
schleppt ihn zum Rand der Ackerflur,
huscht dann zurück auf flinken Sohlen,
um Karst und Mantel nachzuholen.
Da zeigt verhaltenes Geläute,
die Wandlung an im Gotteshaus,
er eilt zurück zu seiner Beute,
ihm wird ganz seltsam bang und kraus.
In Fieberhast versucht der Mann,
den prallen Sack emporzuziehen,
der fühlt so hart und kalt sich an,
und spottet jeglichem Bemühen.
Zum Sackstein wir die Diebesbeute,
zutiefst erschrocken blickt der Mann,
als Mahnmal droht der Sack hoch heute
den Frevlern harte Sühne an.

 

Der „Sackstein“ wird im Wikipedia Eintrag der Stadt Bürstadt erwähnt. Er soll 1,35 Meter hoch und ein Menhir aus der „späten Jungsteinzeit“ sein!

Für uns ist es das älteste Bürstädter Symbol! Älter als die Sainawwels-Kett (Schweinenabels Katharina) und noch viel älter als unsere geliebte Nachbarstadt Lombede!

Der Sackschdoah war das Symbol für die Vereinsgründung!