Hoch de Humbe

Der spezielle Trinkspruch der Sackschdoahogger hat inzwischen viele Freunde. Kein Wunder dass es dazu einige Videos gibt. Nach meiner Recherche wurde der Spruch von Marcus kreiert, kopiert oder sonstwie angeschleppt. Jedenfalls fehlt er auf keinem Fest.

Ich versuch ihn mal schriftlich zu verewigen:

Hoch de Humbe
Nochber stumbe
korz gewunke
Humbe bumbe

Beschreibung:
Mann nehme am besten ein volles Glas mit alkoholischem Inhalt.
Hebt das Glas (hoch de Humbe),
stösst seinen Nachbarn (leicht) an (Nochber stumbe), winkt allen anderen im Saal (korz gewunke)
und trinkt an seinem Glas (Humbe bumbe) wenn möglich leer.

Ich gebe zu mit den Videos kommt der Text nicht mit!

Hier der erste Clip von Feffan aus LA der den Trinkspruch verfilmt hat:

Damit ist doch alles klar?
Oder doch nicht, wie dieser Versuch zu später Stunde zeigt…
Wer findet den Fehler?

Dass die Pfälzer Mädels den Trinkspruch auch korrekt „subber Trinkschpruch“ drauf haben,
kann ich auch belegen:

und kreativ sind sich auch noch…
wenn das Wetter zu schlecht ist wird der „Umzug“ in die Halle verlegt…

Ich bin sicher es gibt noch viele andere Mitschnitte, wenn ihr noch welche habt immer her damit. Per Mail oder im Kommentar ich versuch die Sammlung zu vervollständigen.

Scheckübergabe im Vogelpark

Bei brütender Hitze konnten gestern eine Abordnung der Sackschdoahogger ihren Spendenscheck in Höhe von 1.500 Euro im AZ Vogelpark übergeben. Der Südhessen Morgen berichtet heute mit einem netten Bild.

Das Geld soll für die Reparaturarbeiten im Lampertheimer Vogelpark verwendet werden. Durch den Sturmschaden Anfang des Jahres sind alle gesellschaftlichen Gruppen gefordert dieser sinnvollen Einrichtung den weiteren Betrieb zu ermöglichen.

Das Geld haben wir bei der diesjährigen Spargelwanderung durch den Verkauf (2 Euro das Stück) von Buttons an der Grenze Bürstadt / Lampertheim erwirtschaftet.

Wir Sackschdoahogger waren per Fahrrad durch den Bürstädter Wald angereist. Unterbrochen durch Pausen die den jüngeren geschuldet waren. Von wegen sportlich durchtrainiert…

Den Scheck haben wir dann schon in praller Sonne übergeben.

Wollen wir mal hoffen, dass unsere Spende dem AZ Vogelpark hilft, die Voliere wieder aufzubauen.

Der Sackschdoah

Ich beginne einfach mal mit der Beschreibung vom Bürstädter Sackschdoah.

Für diejenigen die der Hochbürstädter Sprache nicht mächtig sind übersetze ich es mal in das Hochdeutsche.

Sackschdoah = Sackstein.

Es geht also um einen Stein der aussieht wie ein Sack. Noch genauer „wie ein Sack voll mit Kartoffel“.

so sieht der Sackschdoah gemalt aus.

sackschdoa-1

so fotografiert

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und so sieht es aus wenn sich eine Pfälzer „Sackschdoahoggerin“ auf den Sack hoggen (setzen) will!

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Ein Gedicht zum Sackschdoah gibt es auch.

Die Legende vom Sackstein

Heimatdichter Gundolf Karg

 

Die Glocken rufen zum Gebet
in mächtig schallenden Arkaden,
das Feld im Sonntagsfrieden steht
das Tagwerk ruhet allerorten.

Da schleicht sich aus dem Grenzgebüsch
ein Felddieb aufs Kartoffelstück,
hält lauschend an,
versichert sich mit flackerndem Ganovenblick.
Zieht hastig aus dem Mantelfrack
den hierzu kleinen Karst heraus,
dazu noch einen Maltersack,
duckt sich und hackt Kartoffeln aus.
Bald ist die Diebesgier gestillt
der Sack ist bis obenhin gefüllt,
er bind ihn zu mit Kabelschnur,
schleppt ihn zum Rand der Ackerflur,
huscht dann zurück auf flinken Sohlen,
um Karst und Mantel nachzuholen.
Da zeigt verhaltenes Geläute,
die Wandlung an im Gotteshaus,
er eilt zurück zu seiner Beute,
ihm wird ganz seltsam bang und kraus.
In Fieberhast versucht der Mann,
den prallen Sack emporzuziehen,
der fühlt so hart und kalt sich an,
und spottet jeglichem Bemühen.
Zum Sackstein wir die Diebesbeute,
zutiefst erschrocken blickt der Mann,
als Mahnmal droht der Sack hoch heute
den Frevlern harte Sühne an.

 

Der „Sackstein“ wird im Wikipedia Eintrag der Stadt Bürstadt erwähnt. Er soll 1,35 Meter hoch und ein Menhir aus der „späten Jungsteinzeit“ sein!

Für uns ist es das älteste Bürstädter Symbol! Älter als die Sainawwels-Kett (Schweinenabels Katharina) und noch viel älter als unsere geliebte Nachbarstadt Lombede!

Der Sackschdoah war das Symbol für die Vereinsgründung!